Festkonzerte zum 10jährigen Jubiläum

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Das Chemnitzer Barockorchester begeht in diesem Advent sein 10jähriges Jubiläum mit drei Festkonzerten.
Dazu wurden besondere Qualitäten zusammengeführt:

- drei Konzertaufführungen in Penig, Chemnitz und Hohndorf als Engagement für die Region
- Mozartpreisträger Peter Schreier als Dirigent, hochkarätige Solisten und einer der besten Chöre Europas
- die erstmalige komplette zusammenhängende Aufführung aller Kantaten in Chemnitz 

Engagement für die musikalische Bildung:

- der Leiter des Chemnitzer Barockorchesters Ekkehard Hering schuf eine Fassung des Weihnachtsoratoriums für Kinder, das in Penig von Eske Bockelmann moderiert wird
- das Chemnitzer Barockorchester hat die Patenschaft für zwei Geige spielende Kinder die Patenschaft übernommen

Die Festkonzerte:

Weihnachtsoratorium BWV 248 von J.S. Bach
FREITAG, 6. DEZEMBER, 17.00 UHR
Evangelische Kirche Penig, Pfarrberg 8, Penig

Weihnachtsoratorium in einer Fassung für Kinder moderiert von Eske Bockelmann
Diese Fassung des Weihnachtsoratoriums für Kinder hat Ekkehard Hering erstellt.

Besetzung wie am 7. Und 8. Dezember in Chemnitz und Hohndorf

Unser Anliegen, in der Region auch Kinder und Jugendliche zu fördern, unterstreichen wir mit dem Weihnachtsoratorium für Kinder (besonders empfohlen für 3.-7. Klasse Grundschule/ Gymnasium, ca. 45 Minuten). Eske Bockelmann, Lateinlehrer und Dozent an der Technischen Universität Chemnitz, führt in seinen Texten Jung und Alt durch die bekannteste barocke Kirchenmusik der Weihnachtszeit und ermöglicht so auch die Annäherung der kirchlichen Weihnachtsgeschichte.

Kartenservice in Penig: Kinder 6 EUR, Erwachsene 10 EUR, Vorverkauf über die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und über die Ev. Kirchgemeinde Penig, Tel.: 037381/ 804 44, Pfarramt@kirche-penig.de und in allen Freie Presse-Shops. Ermäßigung mit Freier Presse-Card.

 

Die komplette Aufführung des Weihnachtsoratoriums.

SAMSTAG, 7. DEZEMBER
17.00 Uhr Kantaten 1-3
19.30 Uhr Kantaten 4-6
Kreuzkirche Chemnitz, Kaßberg

Dorothee Mields, Sopran
Annekathrin Laabs, Alt
Thomas Volle, Tenor
Georg Streuber, Bass
Dresdner Kammerchor
Chemnitzer Barockorchester
Peter Schreier, Dirigent

Das 10-jährige Jubiläum des Chemnitzer Barockorchesters wird als herausragendes Konzertereignis in Chemnitz und Hohndorf bei Oelsnitz/Erzg. gefeiert. Ausgewählte junge und international renommierte Solisten und der Dresdner Kammerchor musizieren unter der Leitung von Peter Schreier, der, wie kaum ein anderer Tenor die Weihnachtsgeschichte überragend gesungen hat und Generationen von Musikern prägte. Er ist Mozartpreisträger 2006 und Ehrenmitglied der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. Der Dresdner Kammerchor ist international anerkannt, einer der besten Chöre Europas. Die komplette Aufführung des Weihnachtsoratoriums mit den Kantaten 1-6, BWV 248, erklingt in Chemnitz Stadt erstmalig. In Hohndorf sind am Folgetag die Kantaten 1-3 zu erleben.

Das Chemnitzer Barockorchester nimmt sein 10-jähriges Bestehen zum Anlass, sich für den musikalischen Nachwuchs zu engagieren und hat die finanzielle Patenschaft für zwei Geige spielende Mozartkinder übernommen.

www.barockorchester-chemnitz.de, www.dresdner-kammerchor.de

Kartenservice in Chemnitz:

Alle Kantaten/komplette Aufführung: Vorder- und Mittelschiff 48 EUR, Hauptschiff hintere Reihen 34 EUR, Seitenplätze und hintere Empore 16 EUR.
Kantaten 1-3 oder Kantaten 4-6 (begrenztes Kontingent): Vorder- und Mittelschiff 34 EUR, Hauptschiff hintere Reihen 26 EUR; Seitenplätze, hintere Empore 12 EUR.

Alle Karten berechtigen zu einem heißen Getränk (Tee oder Glühwein) oder einer Bratwurst/Kartoffelsuppe zwischen den beiden Konzertaufführungen vor der Kirche.

Der Vorverkauf der Karten erfolgt über die Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.
 und in allen Freie Presse-Shops.

Kartenservice in Hohndorf:

28 EUR, 24 EUR; 16 EUR, Kartenvorverkauf über die Geschäftsstelle, über das Ev.-luth. Pfarramt Hohndorf, Hauptstraße 13,
Tel. 037298/ 12493 und in allen Freie Presse-Shops.

Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz.

CD-Empfehlung von Klassik.com:

Italienische und deutsche Weihnachtsmusik
Jana Büchner - Sopran und das Chemnitzer Barockorchester
im Label auris subtilis


CD-Besprechung bei Klassik.com

Erik Daumann bei Klassik.com

Zwei Arten, eine Einspielung zu kategorisieren, machen es einem Rezensenten besonders leicht: der Verriss und das uneingeschränkte Lob. Verrisse tun weh, manchmal auch denen, die sie schreiben. Es ist daher mitunter eine Labsal, eine rundherum gelungene Aufnahme ruhigen Gewissens empfehlen zu können. Eine Produktion, bei der Booklet- und CD-Hüllengestaltung mit den Einspielungen zu einem audiophilen Gesamtkunstwerk verschmelzen, ist diese schmucke Veröffentlichung aus dem Chemnitzer Hause auris subtilis mit italienischer und deutscher Weihnachtsmusik. Das gerade mal fünf Jahre alte Chemnitzer Barockorchester hat darauf zusammen mit der Dresdner Sopranistin Jana Büchner ein fein abgestimmtes Programm barocker Weihnachts- und Quasi-Weihnachtskonzerte von Telemann, Corelli und Alessandro Scarlatti mit deutschen Barockchorälen zur Weihnachtszeit verknüpft. Eine musikhistorisch schlüssige Konzeption, die sich bei dem Ensemble rund um den Oboisten Ekkehard Hering – langjähriges Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin – in auf den Punkt gebrachte Interpretationen niederschlägt.

Telemanns Concerto B-Dur, Corellis berühmtes Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8 (Weihnachtskonzert) und Alessandro Scarlattis Quartetto F-Dur bilden den rein instrumentalen Rahmen dieser Ausnahme-Weihnachtsplatte. Hier bricht sich immer wieder die so nachhaltig musikantische sächsische Spielfreude in energiegeladenen Phrasierungen, durchdachten Tempi und dynamischer Feinabstimmung Bahn. Historische bzw. nachgebaute Instrumente werden nicht mit dem inzwischen schon beinahe wieder antiquiert wirkenden Selbstverständnis eines starren, geradlinigen Tons und kränkelnder Pneumatik eingesetzt, sondern mit sattem, dennoch transparentem Klang und volumenreicher Kontur. Wenn Musik mit dem Raum eins wird, zu schwingen beginnt, dann ist die ideale Interpretation geschaffen. Nichts anderes geschieht in diesen herrlich plastisch aufgezeichneten Einspielungen des Chemnitzer Barockorchesters. Es sind dies Aufnahmen, die durch Jana Büchners Gesangsbeiträge noch geadelt werden. Die Mozartpreisträgerin und im Opernfach Versierte besitzt eine heute kaum noch zu hörende Sopranstimme, die in ihrer markigen Klarheit und profilierter Timbrierung das nötige Charisma für das hier zu hörende Repertoire mitbringt. Man höre, nein, man lausche nur Scarlattis gesanglich anspruchsvolle 'Cantate pastorale per la nascità di Nostri Signore', wie klangschön Büchner ihr Timbre modifiziert. Oder die deutschen Choräle 'O Jesulein süß', Johann Crügers 'Fröhlich soll mein Herze springen' und Bachs 'Ich steh an deiner Krippen hier'. Klarer an der Gesangslinie orientiert und noch symbiotischer eine Einheit mit dem Orchester bildend wird man dieses Repertoire nicht hören. Sehr empfehlenswert.

 

Dresdner Neue Nachrichten 25.5.2009

 „Ich bin vergnügt...“
Geistliche Sonntagsmusik in der Frauenkirche 

Seit der Weihe der Frauenkirche bietet Kantor Matthias Grünert jede zweite Woche eine Geistliche Sonntagsmusik an. Diese gestaltet er entweder mit seinen Dresdner Kräften oder er musiziert gemeinsam mit Gästen. Die dritte Variante ist, dass er das gesamte Programm auswärtigen Ensembles überlässt. Nun gab es die 76. Sonntagsmusik, Grünert nannte das kleine Konzert nach dem Eingangstext der Bachkantate BWV 84 „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“. Es erklangen zwei Solokantaten von Georg Philipp Telemann und eben von Johann Sebastian Bach – höchst aktuell in ihren Aussagen. Wenn die Telemann – Kantate mahnt „Durch Glut und Schlag ist Eisen zwar zu beugen, doch Menschen nützt ein sanftes Überzeugen“ oder es bei Bach heißt“... und gönne dem Nächsten von Herzen das Seine“, kommt wohl jeder denkende Mensch ins Grübeln. So gesehen was es eine Lehrstunde, zumal Pfarrer Holger Treutmann in deinen klugen Worten das Thema aufgriff, über Gleichgültigkeit sprach, aber auch über Freude und gar Humor bei der Betrachtung des eigenen recht wurde, so schienen seine Ausführungen zu Musik zu werden. Die beiden Kantaten waren von Jana Reiner (Sopran) gestaltet. Sie erfreute mit angenehmer Stimme, was den beachtlichen Anforderungen der Soloarien mit Bravour gewachsen und erfüllte die Rezitative mit Leben. Ihr zu Seite stand das Chemnitzer Barockorchester, ein delikates Ensemble mit großer Ausstrahlung. Die Kantaten sind solche der „kleinen“ Form, Telemann mit Alt-Blockflöte (von Ekkehard Hering mit klanglichen Reiz geboten) und B.c., Bach mit sparsam besetztem Orchester. Solch kundigen Musikanten (Hering spielte jetzt Barock-Oboe und trat mit der Solovioline Konstanze Beyers in wundersamen Dialog) zuzuhören, weckte „Vergnügen mit meinem Glücke“. Ein zuverlässiger Basso continuo (Grünert an Truhenorgel und Cembalo, Vc und Kb) fiel deutlich auf. Zu Beginn und am Ende erklangen zwei Flauti traversi (Querflöten), von Friederike Schmidt und Angelika Fritzsching mit warmen Klängen versehen, besonders in der Verflechtung der beiden Stimmen, etwas in dem kunstvollen Gewebe der Sonate von Johann David Heinichen. Im Telemann-Concerto B-Dur war es das wiegend-empfindsame Dolce, das aufhorchen ließ, wobei hier die Oboe die Chance trefflich nutzte, breit strömenden Gesang zu entfalten. Die Gesamtleitung hatte Matthias Grünert.

Hans Peter Altmann

 

Sächsische Zeitung 30.01.2005 

Strahlender Glanz Sinfoniekonzert. Peter Schreier musiziert in der Dresdner Frauenkirche

Wer, wenn nicht Peter Schreier, sollte in Dresden das Geburtstagsständchen dirigieren. Der Star tat es am Freitag und Sonnabend in der Frauenkirche. Auf dem Programm stand zunächst die „Jupiter“-Sinfonie KV 551 mit dem Chemnitzer Barockorchester. Schreier dirigierte sehr einfühlsam. Selbst bei den kleinsten Bewegungen des Dirigenten riss die Spannung im Orchester nicht ab. Durch eine differenzierte dynamische Arbeit wurde die Dramatik des Werks deutlich herausgearbeitet. Die Musiker zeigten zum Teil ihre Begeisterung durch ein ausgesprochen körperliches Spiel. Das Publikum schien ergriffen vom strahlenden C-Dur der Sinfonie, das den gesamten Kirchenraum ausfüllte.

Dann ging es mit der Kantate „Davide penitente“ KV 469 für zwei Sopranstimmen, Tenor, Chor und Orchester weiter. Mit dem Favorit-und-Capell-Chor Leipzig hatte Schreier eine sehr gute Wahl für die chorischen Partien des Werks getroffen. Mühelos gelang es den Sängern, dem feierlichen Gestus der Chorsätze zu entsprechen. Auch die Gesangssolisten zeigten ausgezeichnete Leistungen. Vor allem Simone Nold (Sopran I) begeisterte mit ihrer schönen klaren Stimme, die selbst im zartesten Pianissimo noch den Raum erfüllte. In den Arien der Kantate offenbart sich Mozart als Opernkomponist. Die Stimme von Christina Landshammer (Sopran II) war dafür wie geschaffen. Beide Sängerinnen bewältigten mühelos die teils sehr anspruchsvollen Koloraturpassagen. Markus Schäfer (Tenor) wirkte zwar etwas angespannt, meisterte jedoch seine Partie ebenso hervorragend. Langer, dankbarer Applaus des Publikums. D.K.


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